21: Wer ständig nur nach außen eilt

Mein aktueller Erdengang
Er dauert nur ein paar Jahre lang
Was ich verbreche oder leiste
Festgeschrieben ist‘s im Geiste

Taten, die Charakter weben
Wandern mit ins nächste Leben
Was Du bestellst, auch bezahlen musst
Wie wenigen ist dies bewusst

Sie leben so, als gäb‘s kein Morgen
Die um die eigene Gier sich nur sorgen
Doch was keiner von ihnen sieht
Sie leben dadurch auf Karma-Kredit

Wer ständig nur nach außen eilt
Niemals im eigenen Inneren weilt
Wer nur die Welt der Sinne liebt
Sich in diese stets zurückbegibt

Versperrt ist dem der Befreiungspfad
Erntet irdisches Leid als Resultat
Denn wer sich ergötzt am Weltlichen weidlich
Für den ist sinnliches Leid unvermeidlich

Wie lang hab ich meine Kräfte verschwendet
War von den kurzen Gelüsten geblendet
Des Verlangens Feuer neu geschürt
Von süßen Versprechungen verführt

Göttliche Macht zu vergeuden
Für flüchtige weltliche Freuden
Wie töricht ich doch war
Fremdbestimmt und steuerbar

Höchstes Ziel zurückgelassen
Um irdische Schätze zu verprassen
Ignorierte wahren Lebenssinn
Für manchen kurzen Lustgewinn

Doch irgendwann hab ich erkannt
Hab mich im Labyrinth verrannt
Aus Konzepten und Geschichten
Aus diesem gilt es jetzt zu flüchten

Im narrativen Denken gefangen
In Verweigerung, Abscheu, Verlangen
Von all dem hab ich mich zu lösen
Von Gier nach Lust und Angst vorm Bösen

Doch schwierig ist es, daraus zu fliehen
Mut erfordert‘s, die Reissleine zu ziehen
Lang hab ich gezögert, dieses zu tun
Doch ist der Moment gekommen nun


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