10: Ewig laufen die samsarischen Räder

Im Kreislauf der Geburten hier auf Erden 
Keine weiteren sollen es noch werden
Süchtig nach Genuss und Erlebnis streife
Ich durch die irdische Endlosschleife
So ich die Leidenschaft zur Welt bekunde
Verpflicht ich mich zur nächsten Runde
Genieße das sinnliche Angebot
Tod folgt Geburt, Geburt folgt dem Tod

Ewig laufen die samsarischen Räder
Ihnen zu fügen hat sich ein jeder
Der entschließt, sich zu entscheiden
Sich am Genuss zu erfreuen, am Schmerz zu leiden

Wer jedoch für sich beschließt
Dass er mehr leidet als genießt
Der beendet das irdische Kreisen
Wird Samsaras Köder nicht mehr speisen

Opfert Vergnügen für höchstes Glück
Beendet das Spiel und lehnt sich zurück
In die Illusion ein letztes Mal getaucht
Bis sein Prarabdha-Karma aufgebraucht

Von der Erkenntnis zur Umkehr bewogen
Aus Samsara ausgezogen
Interesse verloren an weltlich‘ Affären
Die karmische Bindung lediglich mehren

Vom Schauspiel lässt er sich nicht mehr blenden
Mag die Mitwirkung daran beenden
Die Vorstellung endet, der Vorhang fällt
Der düstere Saal sich langsam erhellt

Aus tiefen Schlummer aufgewacht
Aus buntem Traum in dunkler Nacht
Nach dem Erwachen voll im Klaren
Die Dramen der Welt bloß Traumbilder waren

Die Hingabe zum Pfad bezeugen
Aus der Matrix auszusteigen
Dies ist der Gegenwart Gebot
Erfährt darob den letzten Tod



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