11: Lausche des Erhabenen Gesang

Ich handle ohne innere Widerstände
Die geistigen Blockaden finden ihr Ende
Nichts, was ich wünsche, was ich meide
Ich fühle Schmerz, an dem ich nicht leide

Ich wandelte in Selbsthypnose
Selbstbetrug lautet die Diagnose
Deshalb zog ich den fatalen Schluss
Dass ich auf Erden was erreichen muss

Kappte darauf alle Fäden
Gab auf die ach so klugen Reden
Übe mich im weisen Schweigen
Die den rechten Kurs mir zeigen

Verweile achtsam im Moment
Der gestern nicht, noch morgen kennt
Lege ab dann allen Eigensinn
Tiefen Frieden erlang ich als höchsten Gewinn

Die Matrix offeriert Dir Gemütlichkeit
Trügerische Zufriedenheit
Die an seidenen Fäden hängt
Dich auf falsche Fährten drängt

Die Wege ohne äußere Widerstände
Erwiesen sich für mich am Ende
Von nur sehr geringem Wert
Lief in mein Verderben unbeschwert

Auf wundersame Weise
Schließen sich die Lebenskreise
Erkenn ich meinen Lebenssinn
Weiss ich, wer ich in Wahrheit bin

Lausche des Erhabenen Gesang
Lausche der Weisheitslieder Klang
Folge dem Pfad, den sie mir weisen
Höre auf, im düsteren Tal zu kreisen

Reibte mich auf in all den Zeiten
Meinem Daseinssinn zu widerstreiten
Lass zieh‘n mich hinauf von göttlicher Kraft
Zur höchsten Lebensmeisterschaft

Weltliche Oden voll Eifer gesungen
Hab um irdisch‘ Ruhm und Ehr‘ gerungen
Dem Ego als Diener mich angebiedert
Doch bald abgewendet, angewidert

Vom irdischen Glanz besessen
Hab ich meinen Daseinszweck vergessen
Als reines Bewusstsein wandle ich nun
Nichts darüber gibt es hier zu tun

Nichts gibts für mich hier zu erreichen
Keine karmischen Rechnungen zu begleichen
Im Augenblick verweil ich, in Achtsamkeit
Bin stets für das ewige Jetzt bereit

Fasse den Mut, endlich „Ja“ zu sagen
Den Aufstieg zum Gipfel zu wagen
Zum höchsten Ziele durchzudringen
Meine gerechte Ernte einzubringen

Befreie mich vom faulen Zauber
Halte meine Seele sauber
Durch die Dunkelheit irre ich nicht
Wandle beständig im göttlichen Licht

Bin in irdischen Sümpfen festgesteckt
Bis ich den Pfad der Befreiung entdeckt
Solange in Elend und Krankheit verweilt
Bis ich die Seele gereinigt und dadurch geheilt

Jedem Laster, jeder Sucht verfallen
Musste erst hart auf den Boden prallen
Schmerzhaft am eigenen Leibe erfahren
Dass meine Wege zumeist Irrwege waren

Für jenen, der in die Irre geht
Ist es für die Umkehr niemals zu spät
Begebe mich nun auf die rechten Pfade
Es werden die krummen Wege gerade (Lk 3,5)

Es schien, es blieb mir keine Wahl
Als zu verlassen das sumpfige Tal
Unmöglich war es mir zu bleiben
Und meine Spielchen weiter zu treiben

Zu viel Zeit ist schon vergangen
In der ich dem Irdischen angehangen
Gepackt vom niederen Begehren
Musst aufs Neue ich stets wiederkehren

Geboren, gestorben und wieder geboren
Mich im irdischen Labyrinth verloren
In finsteren Lebensgängen verschwunden
Doch nun das göttliche Licht gefunden

Ich handle nicht mehr aus dem „Ich“
Das Ego dem höchsten Selbst nun wich
In diesem Selbst stehe ich gegründet
Kein Ego, das an Samsara mich bindet

Keine Wunden, keine Risse
Keine faulen Kompromisse
Das Ziel, ich sehe es klar vor mir
Im ewigen Jetzt sehe ich’s, im Hier

Eine Ewigkeit lang hab ich gesät
Jetzt es an die Ernte geht
Begebe mich in die himmlischen Sphären
Um niemals daraus zurückzukehren

Lös mich von irdischer Kontrolle
Von der von mir gespielten Rolle
Nichts hat sie mit dem Selbst gemein
Ist die Rolle zu Ende, das Selbst wird noch sein



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