34: Lass Dich nicht fangen von Phänomenen

Es gleicht diese Welt jener im Traum
Doch der Mensch erkennt dies kaum
Fasziniert vom glitzernden, bunten Treiben
Wird er stets im Traum gefangen bleiben

Die Objekte der Sinne, er hält sie für echt
Degradiert sich freudig zu deren Knecht
Hörig erfüllt er des Egos Willen
Lebt, um dessen Begehren zu stillen

Dieser Weltmensch alleine erkennt
Was dem Traume immanent
Des träumenden Bewusstseins Sicht
Nein, die kennt der Weltmensch nicht

Sein Svadharma – heiliger Lebenssinn – wäre
Dass er in Samsara niemals wiederkehre
Dass zum höchsten Bewusstsein er erwacht
Wiedererlangt seine göttliche Macht

Weltmensch, höre auf zu träumen
Deine höchste Pflicht sollst nicht versäumen
Erkenn Dich als Bewusstsein, das Du bist
Das sein wahres Wesen niemals vergisst

Beschreite den Pfad, überschreite die Schwelle
Zu Sakshi Bhav, zur heiligen Quelle
Deine wahre Heimat wirst Du dort finden
Wachsen wird das Selbst, das Ego schwinden

Das Ego träumend vor sich döst
Doch dann, nachdem es aufgelöst
Bist Du befreit, Du selbst zu sein
Bewusstsein – ewig, frei und rein

Lass Dich nicht fangen von Phänomenen
Die als real und dauernd wir wähnen
Die in Wahrheit flüchtig wie der Wind
Bloß Wellen im weiten Weltmeere sind

Du selbst bist dieser Ozean
Doch lebst Du gefangen in dem Wahn
Dass Du bloß die Welle seist
Zeit ist‘s, dass Du Dich aus dem Wahn befreist

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