33: Wanderer bist Du auf edlem Pfad 

Ich stell mich dem Kampf gegen meine Dämonen 
Die mich bedrängen, mich nicht verschonen
Hab lange genug sie wohl genährt
Mich nicht gegen ihren Einfluss gewehrt

Doch nun beginnt der dritte Akt
Tritt zu den Gegnern in Kontakt
Die es zu bezwingen gilt
Bin zu kämpfen nun gewillt

Das Ego ist es, das mich bedrängt
Von dem ich so lange ward gelenkt
So lange durch Samsara gesteuert
Das mein Begehren so wild befeuert

Doch da ich dieses Ego so liebe
Und jeden einzelnen seiner Triebe
Fällt es mir schwer, es zu besiegen
Wer will wohl einen Freund bekriegen

Doch ist dieser Freund ein Verräter
Ein hinterlistiger Übeltäter
Der den Wanderer mit Ködern überhäuft
Der dadurch weiter durch Samsara läuft

Dem System gelingt es, mich zu triggern
Wut und Zorn beginnen einzusickern
Zur Einkehr besteht noch Gelegenheit
Die mich aus dem Kerker der Emotion befreit

Die Dämonen und die Drachen
Die das Tor zur Freiheit streng bewachen
Ja, sie verschließen dieses Tor
Halten mir den Spiegel vor

Willst ich dieses Nadelöhr passieren
Muss ich mich mit den Wächtern duellieren
Muss in all die verzerrten Fratzen sehen
Dem Drang zu fliehen widerstehen

Was ich mir gestern aufgeladen
Heute hab ich es auszubaden
So lange werde ich neu geboren
Bist ich – was einstmals ich verloren

Was im Weltgetriebe mir entschwunden
Schließlich wieder hab gefunden
Tief unter dem Ego ist es versteckt
Wer dieses Ego auflöst, der entdeckt

Dieses höchste Selbst in seiner Seele
Den Pfad zu diesem Selbst erwähle
Zu Deinem höchsten Lebensziel
Ist fürwahr er auch kein Kinderspiel

Denn er ist der Weg, der alleine sich lohnt
Der Deinem Herzen innewohnt
Der Deine Sehnsucht nach Freiheit schürt
Und Dich zu dieser Freiheit führt

Wer vom Stolz des Egos übermannt
Dem ist dieser Pfad wohl nicht bekannt
Willst Du zu Deinem Ziele finden
Musst Du dieses Ego überwinden

Wanderer bist Du auf edlem Pfad
Betrachter bloß von des Egos Tat
Die erscheinen projiziert in Deinem Verstand
Wie die Schatten an Platons Höhlenwand

Diese Welt, die der des Traumes gleicht
Die nach dem Erwachen zur Gänze entweicht
Was suchst Du in ihr noch zu erlangen?
Nichts von Bestand wirst Du darin empfangen

Löse Dich von den Täuschungen
Verlasse all die Niederungen
Steige den Gipfelpfad empor
Hoch hinauf zu der Freiheit Tor


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