1: Wandere zum Erwachen hin

Ein Ziel nur verfolgen diese Seiten
Dich zur Freiheit zu geleiten
Befreien aus Samaras Haft
Aus schrecklicher Gefangenschaft

Den Pfad zum Erwachen nun gefunden
An irdische Drangsal nicht länger gebunden
Als das höchste Selbst hast Du Dich erkannt
Das zu lang durchs Labyrinth gerannt

Dirigiert von mächtigen Trieben
Von Daseinskämpfen aufgerieben
Dich in der Illusion verloren
Im höchsten Sein nun neu geboren

Torkle nicht länger trunken und blind
Durch Samaras Labyrinth
Begib stattdessen Dich klugerweise
Auf Deine selbstbestimmte Heldenreise

Einem fatalen Irrtum der verfällt
Der beständig‘ Glück sucht in der Welt
Stößt lediglich dort auf Genuss
Den er bald wieder lassen muss

Walte nicht wie jener Tor
Zieh Erwachen dem Vergnügen vor
Mit Ashtavakras Pfade stets im Sinn
Wandere zum Erwachen hin

Begebe Dich nun auf den Pfad
Entflieh‘ dem leidvollen Daseinsrad
Entzieh Dich dem irdischen Treiben
Wirst sonst darin gefangen bleiben

Tanze nicht den irdischen Reigen
Übe Dich im achtsamen Schweigen
Entsage dem Reichtum, der Ehre, dem Ruhm
Dies ist wahrhaftig Heldentum

Suche hier auf Erden
Nicht groß zu sein und nicht zu werden
Strebe allein nach dem höchsten Ziel
Zu entkommen Samaras Gauklerspiel

Ein Sklave bist Du Deiner Lust
Der Du blind gehorchen musst
Lockt sie Dich, eilst Du herbei
Dennoch hältst Du Dich für frei

Warst zu lang Deiner Süchte Marionette
Hingst an deren stählernen Kette
Mach Dich auf, diese zu sprengen
Sollst nicht länger daran hängen

Folge der alten Weisen Spur
Erkenne Deine wahre Natur
Unsterbliche reine Bewusstheit
Existenz-Glückseligkeit*

* sat-chit-ananda


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