2: Rüste Dich und steh bereit

Samsara, die Matrix, bildet den Rahmen
Der Dualität aller irdischen Dramen
Eine Bühne in Deinem Geiste steht
Auf der das Schauspiel vonstatten geht

Steigst abwärts in virtuellen Raum
Der gleich der Welt in einem Traum
Vom Geist im Geiste wird diese gestaltet
Für real sie das Bewusstsein haltet

Einer Leinwand gleicht der Geist
Der als Blender sich erweist
Zeigt eine Welt ohne Substanz
Einen leeren Lichtertanz

Doch wir starren wie gebannt
Auf die Gedanken im Verstand
Aus denen unsere Welt gesponnen
Die der Geist in sich ersonnen

Was sich inszeniert als Realität
Nur als Gedanke im Geiste besteht
Würd der Gedanke an "Welt" nicht existieren
Die Welt würd sich im Nichts verlieren

Eine Scheinwelt wird Dir präsentiert
Die ständig Dich im Kreise führt
Du bist in der Matrix gefangen
Entflieh, um Freiheit zu erlangen

Bist Du schließlich bereit, den Pfad zu gehen
Wird massiver Wind Dir entgegen wehen
Gefesselt von Laster, Verlangen und Süchten
Nicht einfach ist‘s, daraus zu flüchten

Wirft Samsara Dir einen Köder hin
Und giert nach Genuss und Lust Dein Sinn
Greifst gierig zu und stehst sodann
Erneut unter Samsaras Bann

So rüste Dich und steh bereit
Steil ist der Pfad, das Ziel noch weit
Stellt auch die Welt sich Dir entgegen
Du wanderst unter höchstem Segen

Samsara bedroht Dich, will Dich verführen
Wirst Zuckerbrot kosten, die Peitsche spüren
Zwar werden die Waffen in Stellung gebracht
Dich aufzuhalten, besitzen sie keine Macht

Die Masse sich zusammenrottet
Dich bedroht, verhöhnt, verspottet
Und alles Üble unternimmt
Damit Dir Dein Untergang bestimmt

Du bleibst ruhig, Du bleibst gelassen
Ob sie Dich loben oder hassen
Ob Kriegsgebrüll, ob Sirenengesang
Folg ihnen nicht in den Untergang

Folg Deinem Kurs ohne abzuweichen
Altes Karma gibt’s noch zu begleichen
Tue dies, ohne zu klagen
Hast Dein selbst gefügtes Kreuz zu tragen

Hast Du schließlich die Zeche bezahlt
Entziehst Du Dich Samsaras Gewalt
Mach Dich also für den Pfad bereit
Der Dich aus irdischer Qual befreit

Jagst Du Reichtum, Ruhm und Ehre
Wünscht Erfolg Du Dir, Luxus, Karriere
Dann hast Du erhalten schon
Auf Erden Deinen gerechten Lohn (Mt. Kap. 6)

Mag Samsara auch die Leiber quälen
Nichts anzuheben vermag es den Seelen
Wenn sie sich entgegen stellt
Überwindet die Seele die dröge Welt

Kehrt zurück zum Ursprung gleich
Hin in Brahmans göttliches Reich
Welches einstmals sie verschmäht
Zu erfahren die schmerzliche Dualität

So gelangst Du auf zähen Stufen
Zu dem Pfad, zu dem Du berufen
Der zurück zur Einheit Dich geleitet
Den Weg zum Erwachen Dir bereitet

Hafte nicht an am Denken
Es kann Dir niemals Freiheit schenken
Führt Dich in virtuelle Sphären
In die musst Du immer wiederkehren

Im Teufelsrade festgeschnallt
Freude und Trauer, Liebe, Gewalt
Erlebst in Samsara stets beide Seiten
Die schönen wie die schrecklichen Zeiten

Willst frei Du sein vom irdischen Leiden
Musst Du die weltlichen Wege vermeiden
Sie locken mit Gesang, mit Weib und Wein
Führen ins Zentrum Samsaras hinein

Wer im Getriebe dieser Welt
Die Freiheit des Handelns sich noch erhält
Wer den Ruf zum Pfad in sich vernimmt
Zum Erwachen ist dieser bestimmt

In Unwissenheit ist der Weltmensch versunken
Von Lust, Genuss und Ruhmsucht trunken
Der auf dem Pfad kennt nur ein Begehren
Nicht in die Welt des Leids zurückzukehren



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