In Milliarden Varianten
In für den Wanderer unbekannten
Auf individuelle Weise
Geschieht die universelle Reise
Alleine wanderst Du inmitten
Des schmalen Weges, den jeder beschritten
Den jeder alleine zu gehen hat
Diese Reise findet im Geiste statt
Wer in die Welt nach außen läuft
Nach Ehre giert und Schätze häuft
Hat sich im Labyrinth verrannt
Hat selbst sich ins Exil verbannt
Willst weiter Du die Weltlust schüren
Wird Dein Weg Dich nicht nach innen führen
Dort liegt Dein wahrer Schatz vergraben
Nach ihm allein sollst Sehnsucht haben
Deine niederen Wünsche, die Weltenliebe
Führen Dich tiefer ins Weltgetriebe
Halten am Laufen das samsarische Rad
Verlassen, vergessen – Dein innerer Pfad
Gegönnt sei es Dir, die Welt zu genießen
Zwischen Rausch, Orgasmus und Blutvergießen
Zwischen den Polen der Dualität durchstreife
Den Himmel, die Hölle in Dauerschleife
Auf Deiner endlosen Achterbahnfahrt
Schwebst sanft dahin und landest hart
Bist einmal das Opfer, und später der Täter
Der Verratene jetzt, bald der Verräter
Das Rad dreht sich weiter, Du drehst Dich mit
Das Rad bestimmt Deinen nächsten Schritt
Mal führt es ins Dunkel, mal in das Licht
Wohin es führt, Du weisst es nicht
Willst ein Wanderer auf dem Pfad Du sein
Musst Du Dich aus diesem Rad befrei‘n
Darfst nicht länger in Hamsterräder rennen
Welche die Weisen Samsara nennen