15: Wer in die Welt nach außen läuft

In Milliarden Varianten 
In für den Wanderer unbekannten
Auf individuelle Weise
Geschieht die universelle Reise

Alleine wanderst Du inmitten
Des schmalen Weges, den jeder beschritten
Den jeder alleine zu gehen hat
Diese Reise findet im Geiste statt

Wer in die Welt nach außen läuft
Nach Ehre giert und Schätze häuft
Hat sich im Labyrinth verrannt
Hat selbst sich ins Exil verbannt

Willst weiter Du die Weltlust schüren
Wird Dein Weg Dich nicht nach innen führen
Dort liegt Dein wahrer Schatz vergraben
Nach ihm allein sollst Sehnsucht haben

Deine niederen Wünsche, die Weltenliebe
Führen Dich tiefer ins Weltgetriebe
Halten am Laufen das samsarische Rad
Verlassen, vergessen – Dein innerer Pfad

Gegönnt sei es Dir, die Welt zu genießen
Zwischen Rausch, Orgasmus und Blutvergießen
Zwischen den Polen der Dualität durchstreife
Den Himmel, die Hölle in Dauerschleife

Auf Deiner endlosen Achterbahnfahrt
Schwebst sanft dahin und landest hart
Bist einmal das Opfer, und später der Täter
Der Verratene jetzt, bald der Verräter

Das Rad dreht sich weiter, Du drehst Dich mit
Das Rad bestimmt Deinen nächsten Schritt
Mal führt es ins Dunkel, mal in das Licht
Wohin es führt, Du weisst es nicht

Willst ein Wanderer auf dem Pfad Du sein
Musst Du Dich aus diesem Rad befrei‘n
Darfst nicht länger in Hamsterräder rennen
Welche die Weisen Samsara nennen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert