18: Im Sakshi Bhav erlangst Du Stille

Da Du Dich im System verlierst
Mit dem Ego Dich identifizierst
Deshalb besitzt Du Identität
Die geboren wird und wieder vergeht

Stürzt Dich ins irdische Gewühl
Auf der Jagd nach des Egos Glücksgefühl
Doch das Selbst allein ist von Bestand
Bleibt bei den meisten unerkannt

Um dieses Selbst neu zu entdecken
Musst Du es in Dir erwecken
Was nur in der Stille, der Leere gelingt
Wenn Samsaras Stimme in Dir verklingt

Im Sakshi Bhav erlangst Du Stille
Erloschen dann des Egos Wille
Kein Köder der Welt, der Dich noch lockt
Nichts was reizt, was drängt, was schockt

Betrachtest beständigen Fluss des Seins
Nichts bist Du und nichts ist Deins
Bist reines Bewusstsein im ewigen Jetzt
Ungeboren, unsterblich, unverletzt

Träumer bist Du, der das Ego träumt
Der ob des Dramas das Erwachen versäumt
Löse Dich los vom virtuellen Geschehen
Fürs Erwachen zum Selbst muss das Ego vergehen

Doch Du hältst verbissen fest am Traum
Hältst des Egos Begierden nicht im Zaum
Auf der Jagd nach illusionären Schätzen
Lässt Du Dich durch die Arena hetzen

Lässt Dich in schreckliche Irrgärten treiben
In diesen musst Du demnach bleiben
Bis Du Dir sicher darüber bist
Dass Dein Glück dort nicht zu finden ist

Potemkinsche Dörfer, Theaterkulissen
Als Köder und Du hast angebissen
Lass ab von den leeren weltlichen Hüllen
Die kurz erfreuen, doch nie erfüllen

Wende Dich dem Höchsten zu
Dieses Höchste – tat tvam asi – das bist Du
Erst wenn Du Dich als dieses Höchste weisst
Erlangst Du Frieden und Freiheit im Geist

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