24: Wer sich da löst von Ego und Welt

Mensch bist Du, der um Besitz sich sorgt
Um Spielzeug, das ihm bloß geborgt
Willst Du Befreiung, sieh es ein
Nichts in der Welt ist wahrhaft Dein

Beständig setzt Du aufs falsche Pferd
Was ist all Dein Besitz auf dem Totenbett wert?
Was die Erfolge, die Titel, die Ehren
Wegen ihnen wirst Du wiederkehren

Um die nächste Runde zu absolvieren
Dich erneut im Labyrinth zu verlieren
Bis Du Dich daraus erhebst
Und zielbewusst zum Ausgang strebst

Lang hast Du Samsara bereist
Bist im Rad aus Geburt und Tod gekreist
Dich durch schmerzhafte Existenzen gequält
Und immer wieder die Rückkehr gewählt

Es führte Dich Dein Sanchita-Karma
Verlässlich zurück ins irdische Drama
Dieses Karma hast Du abzubauen
Nur so entkommst Du Samsaras Klauen

Du gierst nach sinnlichem Vergnügen
Kein Reichtum wird Dir je genügen
Besitzt das eine, willst das nächste bereits
Doch auch das verliert bald seinen Reiz

Im Außen jagst Du nach Zufriedenheit
Stolperst dadurch hinein in bitteres Leid
Denn dauerndes Glück und tiefer Frieden
Sind Dir nur in Deinem Herzen beschieden

Deshalb wandere den Pfad nach innen
Folge nicht sklavisch Deinen Sinnen
Sie machen Dich für die Wahrheit blind
Hetzen Dich durchs finstere Labyrinth

Wer sich da löst von Ego und Welt
Gerechten Lohn schon bald erhält
Die Freiheit von Elend und von Leid
So wähle weise Deinen Entscheid

Diene nicht dem irdischen Herren
Der lässt Dich in den Kerker sperren
Wähle den Dienst an der göttlichen Macht
So gehst Du siegreich aus der Schlacht

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