Ihr, die Ihr das Spiel des Lebens spielt
Die Ihr Schmerz und Freude fühlt
Die Ihr im Strom des Daseins treibt
Und darin stets dieselben bleibt
Vom Säugling werdet Ihr zum Greis
Für den Erfolg dazwischen zahlt Ihr jeden Preis
Gehört mal zu den Armen und mal zu den Reichen
Doch bleibt Ihr dabei stets die Gleichen
Die Phänomene halten Euch auf Trab
Bergauf geht es mal und bald bergab
Noch ward Ihr im Jubel, schon seid Ihr im Leid
Wobei Ihr stets das eine Bewusstsein seid
Das sich eben all dessen bewusst
Des Schmerzes, der Wut, des Hasses, der Lust
Der Freude, der Liebe, der Furcht, der Ruh‘
Der Zeuge von all dem bloß bist Du
Alles ändert sich um Dich herum
Die Zeit macht gerade Rücken krumm
Gingst einst zum Tanze, jetzt auf Krücken
Dasselbe Bewusstsein erfährt beide Rücken
Niemals erlebt sich Bewusstsein als alt
Erfährt sich als Atman in jeder Gestalt
Alles Illusion, was im Bewusstsein entsteht
Dieses Bewusstsein wahrhaft alleine besteht
Nichts sonst als Bewusstsein existiert
Das Eine, das zur Vielfalt führt
Und was als Vielfalt da erscheint
Sich im Erwachen wieder vereint
Denn die Einheit ist Deine Natur
Die scheinbare Vielfalt in sich erfuhr
Die diese Vielfalt deshalb erfährt
Weil diese Vielfalt sie begehrt
Sehnt sich nach Rausch, Erotik, Genuss
Nach einer Welt, die das stets liefern muss
Doch die geprägt von Elend und Not
Die auch Krankheit liefert, Schmerz und Tod