31: Ich entziehe mich den perfiden Spielen

Es steht diese Welt mit all ihren Wegen 
Ashtavakras Pfad geradewegs entgegen
Da die Welt dem Weisen fremdes Land
Begibt er sich in den geistigen Widerstand

Folgt nun nicht mehr der Matrix Befehle
Folgt sanfter Weisung der heiligen Seele
Sie führt ihn hinaus aus dem Labyrinth
Dort hinaus, wo seine Freiheit beginnt

An die alten Muster nicht gebunden
Läuft nicht länger die trostlosen Runden
Das Handeln des Fremden, der gestern ich war
Wie scheint es mir heute doch sonderbar

Abgestreift wie eine Schlange
Die alte Haut, die viel zu lange
Kerker mir war, so dunkel und eng
War selbst mir Wächter, hart und streng

Ich entziehe mich den perfiden Spielen
Sinn seh ich keinen in weltlichen Zielen
Sie längst durchblickt als Illusionen
Weile im Selbst ohne Ambitionen

Keine Rollen spielen, mich nicht verstellen
Um mich zu erhöhen im Virtuellen
Betrachte gelassen das Geschehen
Der Phänomene Geburt, Existenz, Vergehen

Das Schauspiel der Welt – so abgedroschen
Die Sehnsucht nach Drama längst verloschen
Suche nicht Ruhm und der Massen Applaus
Steige gelassen aus der Handlung aus

Ich begebe mich auf die Heldenreise
Wähle meine Routen weise
Handle, wie es die Weisen lehren
So muss ich nicht mehr wiederkehren

Langsam wand‘re ich, Stück für Stück
Mit festem Schritt, blick nicht zurück
Zum Gipfel bleibt mein Blick gerichtet
Diesem Pfad allein bin ich verpflichtet

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