Dies Bild von mir, im Geist gesponnen
Ach, wie hab ich’s lieb gewonnen
Verbissen halt ich an ihm fest
Obwohl es mich verzweifeln lässt
Blind glaub ich an die Illusion
Ich wäre die temporäre Person
Dieser virtuelle Avatar
Doch bin ich dieser nicht offenbar
Denn der ändert sich unzählige Male
Den Körper, das Denken, die Ideale
Tausende Rollen hab ich schon gespielt
Tausende Namen, die ich schon erhielt
Doch der, der hinter dem Avatar steht
Der bei des Avatars Tode nicht vergeht
Das höchste Selbst, meine wahre Natur
Hinterlässt im Samsara keinerlei Spur
Zeuge ist der Atman im weltlichen Treiben
Wird stets unberührt von diesem bleiben
Wie der Träumende das Traumgeschehen
Wird er es nur als Zuschauer sehen
In das Drama ist er nicht involviert
Nichts was er gewinnt darin oder verliert
Ändert ein Jota seines Wesens Kern
Einem Traum gleicht das Ego insofern
Bewusstsein bist Du, das Ego träumt
Hast Macht über Dich ihm eingeräumt
Weil als real Du das Ego erachtest
Seinen Willen zu befolgen trachtest
Löse Dich von dem Sklaventreiber
Er drängt Dich hinein in fleischliche Leiber
Hält Dich süchtig nach sinnlich Genuss
Hält den Leidensstrom im Fluss
Verlasse also das Leidensrad
Begib Dich auf Ashtavakras Pfad
Reagiere nicht auf der Welten Pochen
Vom Sinnestrieb lass Dich nicht unterjochen
Erkenn Dich als Bewusstsein, welches Du bist
Welches Basis allen Seienden ist
Ozean bist Du und nicht die Welle
Des Werdens unerschöpfliche Quelle
Aus diesem Wissen lebe nun
Gegen der Welten Köder immun
Im Sakshi Bhav, in friedlicher Ruh‘
Denn dieser Sakshi, das bist Du