6: Willst Du in Freiheit wandern auf dem Pfad

So als ich diese Welt betreten 
Verloren in düsteren Sphären
Wie auf einem fremden Planeten
Niemals mochte ich wiederkehren

Doch hab ich‘s dann verstanden
Wie kostbar die Erfahrungen sind
Die man hier in tristen Landen
Hier auf Erden gewinnt

Krieg und Trauer, Schmerz, Verlust
Und all die anderen Widrigkeiten
Die Du auf Erden erfahren musst
Können Dich zur Wahrheit leiten

Auf ewig würdest Du hier bleiben
Wär alles immer eitel Sonnenschein
Würdest weiter Deine Spielchen treiben
Auf ewig hier gefangen bleiben

Wenn Du weiter durch Samsara schlenderst
Deinen Lebenspfad nicht änderst
Werden die Fesseln enger, die Stricke stärker
Bleibst im Körper gefangen, dem düsteren Kerker

Kein anderes Feuer muss in Dir brennen
Als der Wunsch aus dieser Haft zu flüchten
Willst Du solch einen Weisen Dich nennen
Den Du nur erkennst an seinen Früchten (Mt 7,16)

So sollst Du auf edlem Pfade wandeln
Recht im Denken, im Wort, im Handeln
Die krummen Wege lass außen vor
Führen nicht zu Samsaras Ausgangstor

Willst Du in Freiheit wandern auf dem Pfad
Oder weiter strampeln im Hamsterrad
Willst Du weiter Kohle an Dich raffen
Ein Imperium erschaffen

Auf der Erfolgswelle nach oben schwimmen
Die Karriereleiter bis oben erklimmen
Erst mit Deinem letzten Atemzug
Durchschaust Du den perfiden Betrug

Dort, wohin Deine Seele geht
Nach Deinem Geld kein Hahn mehr kräht
Dort zählt nur die Karma-Währung
Kurz ist noch Zeit für die Bekehrung

Dich auf das Wahre zu besinnen
Was wirklich zählt, nun zu gewinnen
Moksha wirst Du so erlangen
Am Hof des Vaters festlich empfangen (Lk 15, 22-23)

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