Ausschweifung und Selbstgenuss
Zügellos bis zum bitteren Schluss
Gelenkt von ruchlosen Dämonen
Die in Deinem Geiste wohnen
Alles besitzt Du und willst immer mehr
Hältst Dich für mächtig und elitär
Die Welt muss nach Deinen Regeln laufen
Deine Seele würdest Du dafür verkaufen
Gehorsam befolgst Du Samsaras Befehle
Willig gabst Du Deine Seele
Du trafst eine schreckliche Wahl
Um als erfolgreich zu gelten im düsteren Tal
Dem System bist Du ein treuer Vasall
Begründet in Union der Welten Verfall
Trachtet die Menschheit zu begrenzen
In den niederen Frequenzen
Jetzt bist Du mächtig, berühmt und reich
Dort in Deinem Schattenreich
Wo alle Freuden bloß geliehen
Dem Leid kannst Du dort nicht entfliehen
Wenig ist Dein Ruhm dort wert
Da er jeglicher Substanz entbehrt
Der Erfolg zählt dort gerade so viel
Wie Dein Reichtum in einem Videospiel
Lass los das virtuelle Geschehen
Die Freuden, die so rasch vergehen
Wende Dich dem Ewigen zu
Denn – tat tvam asi – das bist Du
Hat die Wahrheit Dich erkannt
Das Höchste Dich beim Namen genannt
Kannst Du dem Ruf Dich nicht erwehren
Der Welt musst Du den Rücken kehren
Viveka – die Unterscheidungskraft
Ist die erste Eigenschaft
Die Du zu entwickeln hast
Die Dich befreit von Samsaras Last
Vom Tal der Knechtschaft zum Gipfel hinauf
Ein schmaler Pfad mit steilem Verlauf
Kurvig und steinig, verlassen und leer
Doch gibt es keinen, der da schöner wär
Samsara schmeißt Köder und Prügel
Dir vor die Beine, zieht fester die Zügel
Der Pfad befreit aus den Querelen
Weise ist es, ihn zu wählen