Nüchterne Lyrik

Diese Texte sind nüchtern, weil sie nicht berauschen.

Sie versuchen nicht, zu trösten oder zu erhöhen.

Sie betrachten das Dasein, wie es sich zeigt.

Unmittelbar. Unverstellt. Ohne Ausschmückung.

Enttäuschend sind sie, weil sie die Täuschung nicht fortführen.

Die Vorstellung, dass im irdischen Leben dauerhaftes Glück zu finden sei, wird hier nicht bestätigt.

Was bleibt, ist oft das, was vermieden wird:

Leere, Stille, Wiederholung, Vergänglichkeit.

Die Texte entstehen ohne Absicht, etwas zu formen.

Sie folgen keinem Stil und keinem Anspruch.

Sie sind Ausdruck eines Moments –

und bleiben in dieser ursprünglichen Gestalt bestehen.

Was sich in ihnen zeigt, ist nicht neu.

Es wird nur nicht überdeckt.

Texte

Die folgenden Texte stehen für sich.

Und doch berühren sie ähnliche Themen – aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Stille und innerer Rückzug

Halte inne, meditier

Die Wogen des Meeres kannst Du nicht ändern

Je höher auf edlem Pfad Du geschritten

Lausche des Erhabenen Gesang

In Dir liegt der heilige Ort

Wenn das Selbst im Sakshi Bhav verweilt


Ich, Ego und Identität

Was nicht das Selbst ist, lasse los

Bewusstsein bist Du, das Ego träumt

Wer sich da löst von Ego und Welt

Aus einem neuen Geiste handle

Ich entziehe mich den perfiden Spielen

Atman bin ich, ewig, frei


Samsara, Welt und Verstrickung

Von Samsaras Glitzer geblendet

Wer in die Welt nach außen läuft

Wer in die Welt nach außen läuft

Zwischen Geburt und Tod gefangen

Ewig laufen die samsarischen Räder

Tritt heraus aus dem Virtuellen


Der Pfad und die Entscheidung

Wandere zum Erwachen hin

Willst Du in Freiheit wandern auf dem Pfad?

Wenn Du wanderst auf heiligen Wegen

Wanderer bist Du auf edlem Pfad

Lebst Du nach Ashtavakras Gesetzen


Erkenntnis, Umkehr und Befreiung

Versuch ich dem Tal auch zu entkommen

So ist am Ziel nun der Gerechte

Lausche Ashtavakras Gesängen

Ihr, die ihr das Spiel des Lebens spielt

Nachbetrachtung

Diese Texte verlangen keine Reihenfolge.

Sie führen zu keinem Ziel.

Sie können gelesen werden – oder nicht.

Sie können verstanden werden – oder vorbeigehen.

Vielleicht berühren sie etwas.

Vielleicht bleiben sie ohne Wirkung.

Auch das macht keinen Unterschied.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert